Mein letzter Artikel über die Wahl in Sachsen-Anhalt war an verschiedenen Stellen in der Welt der Blogs verlinkt und wurde daher auch einige Male gelesen. Ich danke den Verlinkern dafür!
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Maria hat sich für die Herbstferien und zur Feier Ihres ersten arbeitsreichen halben Jahres Selbständigkeit eine Woche Entspannung auf Mallorca gewünscht. Auch wenn ich das menschlich verstehen kann, war ich auf der anderen Seite immer stolz drauf, dass keiner aus unserer Familie seit dem Jahr 2018 ein Flugzeug von innen gesehen hat. So aus Sicht des familiären ökologischen Fußabdrucks habe ich damit ab und zu sogar angegeben. Maria und ich hatten damals die Abmachung, dass wir nicht mehr nur zum „Dudeldei“ Flugzeug fliegen … und eine Woche „All In“ auf Malle gehörte für mich definitiv zu diesem „Dudeldei“. Doch wir sind auch schon seit 2018 nicht mehr Flugzeug geflogen und so muss man sich das ja auch mal schön reden, also fliegen wir Ende Oktober für eine Woche nach Malle. Sie mag die Insel und der Rest der Familie war noch nie dort. Ich habe mir Tourismus vorgenommen.
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Was mich in dem Zusammenhang auch ärgert ist, dass ich wegen der Malle-Reise nicht „Angine de Poitrine“ in Berlin werde live sehen können. Da hatte ich mich wirklich sehr drauf gefreut … genau wie auf die gemeinsame Brüder-Experience, von denen es aufgrund der räumlichen Trennung eh schon viel zu wenige gibt. Mein Bruder wird nun mit seiner neuen, wohl vielversprechenden, Bekanntschaft nach Berlin reisen. So erfüllt die Karte wenigstens (und hoffentlich) noch einen guten Zweck.
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Ich habe inzwischen Monchis „Jenseits der Brandmauer“ gelesen und halte es für ein gutes Zeitzeugnis mit vielen Gedanken, die ich sehr gut nachvollziehen kann oder selbst schon hatte. Ich möchte es daher empfehlen, zum Beispiel für ein besseres Verständnis des provinziellen (Ost-)Deutschlands. Andererseits funktionieren einige Gedanken von Monchi auch nur bis zur nächsten Ecke. Um die Ecke rumgedacht, haben sie schon wieder einen faden Beigeschmack.
Ich lese nun „Der Rückfall“ von Philipp Ruch. Der kommt mir in Interviews immer leicht suspekt rüber, aber immerhin hat er einen klaren politischen Kompass und eine ebenso klare Agenta. Sein Buch ist, auf den ersten Seiten, ein hochinteressanter Einblick in die Zeit einer Wahl, die für eine rechtsextreme sektenhafte Splitterpartei extrem gut läuft … und damit ein Land verändert. Es liest sich wohl am Besten als Warnung davor, dass Geschichte dazu neigt, sich hin und wieder zu reimen. Ein echtes Fazit kann es hierzu aber erst nach dem vollständigen Lesen geben.
