Schnell ist man wieder im Arbeitsalltag, wenn man ihm sich erst einmal wieder ausgesetzt hat. Es stapelt sich die Post der letzten Wochen, 33% der Arbeitskräfte sind nach wie vor ersatzlos verschwunden, gefühlt ein weiteres Drittel bläst auf AIDAs Schweröl durch den Schornstein oder liegt All Inclusive an einem xbeliebigen austauschbaren Pool. Das, was man halt so Urlaub nennt.
Diese ersten Arbeitstage nach dem Urlaub sind aber auch erfreulich kurzweilig und daher schnell zu Ende.
Zu Hause lungerten ferienträge die Teenager rum und weil sie das oft ungern alleine tun, hatten sie sich weitere Teenager eingeladen. Diese wiederum hatten aus den Kinderzimmern ein einziges Matratzenlager gemacht (wo kommen die eigentlich alle her?) und in der Diele aus Wäscheständern, Decken und Klammern ein Höhlensystem gebaut, das erheblichen Raum einnahm.
Hier wollte ich nicht zu lange sein, also überprüfte ich meine Karottenschnitzeljagerfolge auf die hyperaktiven Wühlmäuse im Garten. Der Erfolg scheint mäßig zu sein, denn es gibt auf einigen breit geharkten Erdhaufen neu aufgeworfene, die ich selbstverständlich wieder breit harkte und mit Ködernachschub versorgte. Wenigstens gab es keinen neuen Raumgewinn in der Tunnelanlage. Ich behalte das weiter im Auge…
Dann machte ich Abendbrot für die versammelte Teenagerschaft (Laugenstangen mit Belag für alle!!) und dann aßen wir. Die Gespräche waren lustig und voller mir fremder Worte. Außerdem waren sie laut und in der Anzahl nicht zu knapp. Ich griff zum äußersten und ging Basketball spielen. Bei meiner Altherrenmannschaft, welche feststellte, dass ich Ende 2025 das letzte mal dort war, freute man sich.
Man hatte dort inzwischen aufgerüstet und filmt nun das hüftsteife Gegurke mit einer GoPro, um diese Aufnahmen anschließend von einer APP namens „Hooper“ statistisch auswerten zu lassen. Ich bin gespannt.
Fazit: mit Leuten zwischen 40 und 50 Jahren bei 90er-Jahre-West-Coast-HipHop ein paar Körbe zu werfen… ist weniger schlimm, als es vielleicht klingt. Das muss ich unbedingt öfter machen als dreivierteljährlich.
Ich war gegen 22:30 Uhr zu Hause und hoffte, die ganze Bagage würde inzwischen schlafen. Doch weit gefehlt, man hatte ich offenbar zu einer spontanen hausübergreifenden Pyjama-Party bei Festbeleuchtung entschlossen. Mit Maria sprach ich dann noch ein paar organisatorische Dinge, dann war dieser Tag in den Büchern.