Kommentare 0

Fr., 17. Juli 2026 – Ostseereste

Das Ende des Urlaubs kündigte sich an und so ging ein Teil der letzten beiden Tage schon mit den ersten Packereien einher. Wir hatten uns noch einmal mit unseren Freunden verabredet. Auf eine Bootsfahrt. Wir hatten nämlich herausgefunden, dass es Hop-On/ Hopp-Off-Schiffe gibt, die von Seebrücke zu Seebrücke fahren. Deren Benutzung ist sogar in der Kurtaxe enthalten, allerdings muss man sich vorher trotzdem Karten drucken lassen, was durch einfaches Vorzeigen der Kurkarte passiert. 

Das Boot ist klein, die Besatzung wirkt philippinisch, die Fahrt war schön und gab nochmal eine andere Sicht auf die Kaiserbäder. Die Wellen machten das kleine Buch aber auch ziemlich wild, besonders während der „Landgänge“ war gerade stehenbleiben schwierig.
In Ahlbeck brachten wir den Gästen die Vorzüge einer Junge-Bäckerei als Vesperziel nahe, schließlich müssen die hier nun eine Woche ohne uns überleben. 

Viel Zeit in Ahlbeck blieb nicht, denn 17:30 Uhr fuhr das letzte Boot zurück. Wir packten den Rest ein, aßen Reste aus dem Kühlschrank (ein großer Nachteil von Ferienwohnung in den letzten Urlaubstagen) und waren dann nochmal mit den Freunden auf ein Bier am Strand verabredet (und Wein, die Reste mussten weg). Wir saßen da, bis es dunkel wurde. Außerdem fütterten wir die Babo-Möwe, die wir in den letzten Tagen „Lucifer“ getauft hatten, mit ein paar Chips. Die 20-30 anderen Möwen, die darauf auch Bock gehabt hätten, ließ sie keinen Meter an uns ran. Erst, als Lucifer Brand von den Chips bekam, konnten die anderen auch noch ein paar Krumen bekommen. Habe bei der Gelegenheit gelernt, dass Möwen eine Drüse über den Augen haben, durch die sie Salzwasser trinken und verdauen können. 

Am Freitag verließen wir gegen zehn die Ferienwohnung, gaben die Schlüssel ab und aßen Fisch in einem Fischrestaurant … auch so eine kleine Ostseetradition.
Wir fuhren über polnische und deutsche Autobahnen zurück. Es waren alle Straßen ziemlich voll und so dauerte das eine Stunde länger als gewöhnlich. 

Fazit: Ostsee ist immer angenehm, vor allem wegen des milden Wetters und der offensichtlichen landschaftlichen Vorteile im Vergleich zum Lebensmittelpunkt. Mein Wunsch, einen Hund zu halten, ist außerdem weiter gewachsen. 

Kommentar verfassen