Freitag war ich mit einem Freund in Gera. Das ist eine Stadt mit fast 100.000 Einwohnern und nicht mal eine Autostunde entfernt, trotzdem fährt man da von dort aus, wo ich wohne, irgendwie nie hin. Wüsste auch nicht so richtig, warum. Vermutlich einfach eine komische Entfernung. Zu weit für kurzentschlossene Ausflüge. Leipzig, Jena und Halle sind da näher und die kennt man gut. Außerdem weiß ich auch nicht, was in Gera eigentlich los ist. Das musste ich eben erst googlen. Mit Textilindustrie sind die reich geworden und zu DDR-Zeiten wurde in der Nähe Uran abgebaut (und dann vermutlich nach Russland geliefert, weil die selbst kaum welches hatten). Außerdem wurde Otto Dix hier geboren.
Mein Freund und ich waren aber hier, um ein Motorrad zu testen bzw. jeweils zwei. Mein erstes Motorrad ging während der Fahrt aus und auch nicht wieder an. Ich wurde mit dem Transporter abgeholt und nahm das zweite Motorrad. Das hat mir sehr sehr gut gefallen und nun bin ich kurz davor, diesem unvernünftigen guilty-pleasure-Hobby eine weitere unvernünftige Anschaffung zu gönnen, aber ich brauche das ja auch aus therapeutischen Gründen. Die Mitreisenden meiner Schottlandreise wurden vor Kurzem nach ihren Statements gefragt, von daher gehe ich davon aus, dass mir die Versicherung bald den Edinburgher Diebstahl ersetzt, denn jetzt hat jeder seinen Senf dazu gegeben. Danach kaufe ich mir ein unpraktisches, aber sehr schönes Motorrad und zwar genau in diesem Laden, denn der Verkäufer war sehr angenehm.
Am Sonntag fuhren die Töchter und Maria auf einen Flohmarkt nach Leipzig, der nur für Frauen war und wo es nur Second-Hand-Frauenkleidung gab. Sie kamen mit reicher Markenbeute zum Schnäppchenpreis zurück. Ich war ehrlich erstaunt, für wie wenig Geld man wieviel tolle Kleidung kaufen kann.
In der Zwischenzeit beobachtete ich die Schildkröten und schrieb Whatsapp-Statuse, wieder nur für das Gefühl von Selbstwirksamkeit, nicht wirklich, weil ich dachte, das bringt was. Ein Ausschnitt:
Am vergangenen Freitag trafen wir uns mit den Freunden, mit denen wir im Urlaub waren, zur gemeinsamen Urlaubsauswertung. Diese haben inzwischen noch ganz andere Probleme, als Unzufriedenheit mit der Ferienwohnung. Das war alles nicht schön zu hören und klang danach, als wartet auf die beiden eine harte Zeit.
Samstag verbrachte ich im Baumarkt. Ich hasse es, im Baumarkt etwas einkaufen zu müssen. Es nützte aber nichts, denn es galt, zwei Babyschildkröten eine nette Herberge zu bauen. Also kaufte ich:
ein Frühbeet
40 supergünstige kleine Pflanzsteine
50 supergünstige Pflastersteine (beides in anthrazit)
einen 25-Kilo-Sack Fluss
5 Rollen Wühlmausschutz
einen Zehnerpack Fichtenleisten mit zwei Metern Länge
Wiesenkräutersaat für Schildkröten
Gemeinsam mit den alten Pflastersteinen, dem Haufen Lehm, dem Brennholz und den kaputten Blumentöpfen, die ich noch zu Hause hatte, baute ich daraus ein kleines Schildkröten-Außengehege. Ich musste natürlich mehrmals fahren und ich musste natürlich mehrmals ansetzen und nachbessern und Dinge optimieren. Ich bin kein besonders engagierter und guter Heimwerker. Selbst am Montag, als die Schildkröten schon eingezogen waren, riss ich einen Teil der Blumenkübelmauer nochmal ein, um den Untergrund noch besser einzuebnen. Es waren 35° und am Ende hatte ich mehrere Liter Flüssigkeit verloren. Es war hinterher kein Zipfel meiner Kleidung mehr trocken, aber die Mauer stand eben, sodass die Abdeckung auch ihren Schutzzweck erfüllen konnte. Am Ende bin ich recht zufrieden mit meinem Werk. Die Abdeckung zeige ich aber lieber trotzdem nicht.
Am Sonntag waren wir dann nochmal im sächsischen Niemandsland und suchten Schildkröten aus. Dann gab es Papierkram zu erledigen, denn die Schildkröten sind amtlich registriert und müssen nun das Amt wechseln. Als wir das alles erledigt und die beiden Schildkröten „Morla“ (die uralte) und „Nori“ in einen Weidenkorb verfrachtet hatten, gab es Kaffee und Kuchen. Anschließend gingen wir auf die andere Straßenseite. Dort verfällt ein altes Fachwerkhaus inmitten wilder Natur auf einem Grundstück von vielleicht 20×20 Metern Länge. Die Töchter bekamen in einer Brennneselwiese hunderte Tagpfauenaugenraupen gezeigt, in einem hohlen Baum wuchs die außerirdisch anmutende Struktur eines Hornissennestes und es hatten sich besonders seltene Pflanzen angesiedelt – einfach nur, weil der Mensch mal 400m² der Natur überlassen hat. Die Töchter waren begeistert über diesen Naturkundeunterricht am lebenden Beispiel. Die neuen Mitbewohner sollten aber nicht ewig im Weidenkorb bleiben müssen, also ging es gen Heimat, also vergaßen wir, dass unsere Autobahnabfahrt gesperrt ist, also standen wir 700 Meter vor der nächsten Abfahrt über eine Stunde im Stau. Stau macht mich grundsätzlich schlecht gelaunt. Gut ging es mir erst wieder, als ich die Schildkröten in ihr neues zu Hause setzen ließ und sie es mutig durchstapften. Schildkröten angucken ist wie ein Blick in die Ewigkeit. Die gibt es seit über 250 Mio Jahren und damit länger, als Dinosaurier. Menschen sind seit gerade 12.000 Jahren sesshaft und betreiben seit 200 Jahren Industrie und Kapitalismus. Denkt man irgendwie auch viel zu wenig drüber nach so als egozentrischer Menschenaffe.
Womit wir bei der Landtagswahl von Sachsen-Anhalt wären. Diese ganze Ruhe macht mich irre. Diese Gleichgültigkeit darüber, dass hier vielleicht bald eine rechtsextreme Partei regiert. Dieser Dienst nach Vorschrift, wie bei jeder der letzten Wahlen, obwohl die Ergebnisse immer schlimmer wurden. Irgendwas muss ich machen… ich weiß nur noch nicht was.
Das Wochenende war ereignisreich. Am Donnerstag feierte ich mit Maria Hochzeitstag und da das nicht so gut gelang (unser beider Tage waren gut ausgefüllt), reservierte ich für den Freitag einen Tisch für die ganze Familie in einem Leipziger HotPot-Restaurant. Hot Pot hatten wir ja schon in Berlin im Winter gemocht, hier gab es aber richtiges HotPot, so mit eigenem Brühekochtopf im Tisch und das ist nochmal viel besser. Wir hatten uns für einen Vier-Brühen-Topf entschieden. Eine davon sollte scharf sein, war aber in Wirklichkeit sehr sehr scharf. Die durfte ich dann alleine essen. Eine war mit Pilzen die war die leckerste, dann gab es noch was tomatiges und was Knoblauch-Koreander-lastiges (auch lecker). Als Zutaten hatten wir uns so Pakete bestellt, also ein Fleisch/Fisch-, ein Gemüse- und ein Pilzset. Weitere Zutaten und Soßen waren im Preis mit drin und an einer Bar zu holen. Mit dem Topf in der Mitte auf eigener Feuerstelle (Herdplatte) war das aber nochmal viel schöner, als in Berlin. Das hatte sehr was von Raclette und Fondue. Das war sehr kommunikativ und die ganze Familie erzählte sich was… auch mal, was sie so tiefer beschäftigte derzeit. DIe Töchter waren als Asien-/Manga-/ irgendwas-Nerds und instagraminfluenzte Smartphonekinder sowieso sehr gut gelaunt, weil es Hotpot gab. Da war die Stimmung sehr gut am Tisch. Geschmeckt hat es eh super, auch wenn meine Brühe so scharf (aber geschmackvoll scharf) war, dass mein Bier irgendwann nur noch süß schmeckte.
Nach dem Essen gingen wir mit den Mädels nochmal eine größere Runde durch die Innenstadt und mochten, wie immer, wie schön großstädtisch es hier überall war. Das war mal wieder ein schöner Luftwechsel und Leute angucken ist sowieso ein gemeinsames Hobby von uns allen.
Samstag, ich hatte den ganzen Vormittag im Garten mit der Zähmung von Wildwuchs verbracht, ging es am späteren Nachmittag zu einer Freundin von Maria ins sächsische Niemandsland. Dort war es dann wie in einer anderen Welt. Einem anderen Jahrhundert vielleicht sogar. Die Freundin wohnt mit ihrem Lebensgefährten in einem niedlichen kleinen Fachwerkhaus in absoluter Ruhe. Also die Geräusche, die man selbst als Dörfler normalerweise in so einer Zivilisation hat (mal ein vorbeifahrendes Auto, das Rauschen einer fernen Straße, Töne elektronischer Geräte, gab es dort alle nicht. Nur die reine Natur und jede Menge Lebewesen, die man sonst in der Fülle auch nicht zu sehen bekommt. Libellen, Insekten. Schafe, Katzen, Hund, Kröten usw. Man muss sich das Leben vergangener Jahrhunderte unvollstellbar still uund schön vorstellen (es sei denn, der Schwede oder Napoleon kamen gerade vorbei, natürlich).
Zu den weiteren Gästen kann ich nur ein durchwachsenes Fazit ziehen. Mit steigendem Weinpegel (ich selbst war Fahrer und durfte nicht), lockerte sich die Zunge und so gab es unter dem überwiegenden älteren Publikum einige, die dann anfingen, ihre negativen Vorurteile, Meinungen und Zahlen aus dem Internet unter die Leute zu bringen, die dort auf überraschend unwidersprochenen und fruchtbaren Boden fielen. Ich setzte zweimal zur Gegenwehr an, doch nach einem strengen Blick von Maria blieb mir dann nur noch, ab und an von Innen auf mein Wangenfleisch zu beißen, um mich abzulenken. Mit dem Lebensgefährten der Freundin habe ich mich aber ganz gut verstanden. Dessen Job ist es, ein riesiges privates Naturbiotop in der Nähe der sächsischen Schweiz zu betreuen und dessen Entwicklung zu fördern. Die Begeisterung dafür war ihm unbedingt anzumerken. Während wir uns also rege darüber unterhielten, und ich mir dann auch mit Maria Dinge im Garten zeigen ließ, hatten wir irgendwann auf einmal winzig kleine griechische Landschildkröten auf der Hand sitzen. Long Story short: er züchtet auch noch diese vom Aussterben bedrohte Tierart und wir werden drei davon (mit Papieren und allem drum und dran) adoptieren. Wie soll man auch nein sagen, wenn einem so ein kleiner Racker auf die Hand kackt. Wir bzw. unsere Töchter übernehmen jetzt 60-80 Jahre Verantwortung. Das ist schon recht heftig. Aber die Gespräche wurden geführt und ich werde nun ein Außengehege bauen, was noch nicht so wild ist, da die Schildis ja noch sehr klein sind, also wenig Platz brauchen und auch langsam wachsen. Die Pflege an sich und der Aufwand sollen sehr überschaubar sein und ein großes Gehege braucht man erst, wenn die Kröten so 11 Zentimeter im Durchmesser haben. Das dauert aber ein paar Jahre.
Wir waren erst halb zwei wieder zu Hause, doch am Morgen wartete das erfreuliche Kontrastprogramm zu den Gesprächen des Vorabends. Zwei gute Stadträte hatten dazu aufgerufen, unseren kleinen ostdeutschen Marktplatz mit Kreide zu verschönern, bevor hier die Nazis mit ihrem Chef eine ostdeutsche Mopedtour veranstalten. Es ging also darum, den Blaubraunen einen schönen bunten Teppich zu malen, auf dem sie dann ihre Kundgebung abhalten sollten. Da waren wir natürlich als ganze Familie dabei. Wir ließen uns also um sieben wecken, um um 8 auf dem Markt zu sein, wo man nur bis 9:30 Zeit bekam, weil der Marktplatz anschließend den Rechtsextremen zu überlassen war. Als wir ankamen, war das schon ein sehr schönes Bild und es war auch farblich schon einiges auf dem Markt passiert. Familien, Schüler(innen), ältere Damen und Herren und ein paar Autonome machten sich auf dem Markt mit Kreide zu schaffen. Das gab ein schönes Gefühl, im Osten nicht alleine zu sein mit hirnknotig Verpeilten und ewiggestrigen Boomern, sowie ganz normalen Faschos. Man hatte mal eine Stunde lang das Gefühl, wirklich etwas tun zu können. Natürlich gab es auf Social Media finstere Kommentare für die Aktion und auch den ein oder anderen seltsamen privaten Whatsapp-Chat zu bestreiten, es gab aber auch viel Zuspruch und die Aktion ist gut wahrgenommen worden. Vielleicht motiviert das ja den ein oder anderen, sich das nächste Mal zu beteiligen, denn Demokratie ist schließlich eine Mitmachsache.
Schnell ist man wieder im Arbeitsalltag, wenn man ihm sich erst einmal wieder ausgesetzt hat. Es stapelt sich die Post der letzten Wochen, 33% der Arbeitskräfte sind nach wie vor ersatzlos verschwunden, gefühlt ein weiteres Drittel bläst auf AIDAs Schweröl durch den Schornstein oder liegt All Inclusive an einem xbeliebigen austauschbaren Pool. Das, was man halt so Urlaub nennt. Diese ersten Arbeitstage nach dem Urlaub sind aber auch erfreulich kurzweilig und daher schnell zu Ende.
Zu Hause lungerten ferienträge die Teenager rum und weil sie das oft ungern alleine tun, hatten sie sich weitere Teenager eingeladen. Diese wiederum hatten aus den Kinderzimmern ein einziges Matratzenlager gemacht (wo kommen die eigentlich alle her?) und in der Diele aus Wäscheständern, Decken und Klammern ein Höhlensystem gebaut, das erheblichen Raum einnahm. Hier wollte ich nicht zu lange sein, also überprüfte ich meine Karottenschnitzeljagerfolge auf die hyperaktiven Wühlmäuse im Garten. Der Erfolg scheint mäßig zu sein, denn es gibt auf einigen breit geharkten Erdhaufen neu aufgeworfene, die ich selbstverständlich wieder breit harkte und mit Ködernachschub versorgte. Wenigstens gab es keinen neuen Raumgewinn in der Tunnelanlage. Ich behalte das weiter im Auge…
Dann machte ich Abendbrot für die versammelte Teenagerschaft (Laugenstangen mit Belag für alle!!) und dann aßen wir. Die Gespräche waren lustig und voller mir fremder Worte. Außerdem waren sie laut und in der Anzahl nicht zu knapp. Ich griff zum äußersten und ging Basketball spielen. Bei meiner Altherrenmannschaft, welche feststellte, dass ich Ende 2025 das letzte mal dort war, freute man sich. Man hatte dort inzwischen aufgerüstet und filmt nun das hüftsteife Gegurke mit einer GoPro, um diese Aufnahmen anschließend von einer APP namens „Hooper“ statistisch auswerten zu lassen. Ich bin gespannt. Fazit: mit Leuten zwischen 40 und 50 Jahren bei 90er-Jahre-West-Coast-HipHop ein paar Körbe zu werfen… ist weniger schlimm, als es vielleicht klingt. Das muss ich unbedingt öfter machen als dreivierteljährlich. Ich war gegen 22:30 Uhr zu Hause und hoffte, die ganze Bagage würde inzwischen schlafen. Doch weit gefehlt, man hatte ich offenbar zu einer spontanen hausübergreifenden Pyjama-Party bei Festbeleuchtung entschlossen. Mit Maria sprach ich dann noch ein paar organisatorische Dinge, dann war dieser Tag in den Büchern.
Die Wochenenden nach langen Urlauben gehören dem harten Wiederaufschlag im alltäglichen Leben. Wäscheberge wollen versetzt werden, das Hausumfeld ist zu reinigen und dem Garten gilt es einen kritischen Blick zuzuwerfen. Letzteres war ein ziemlicher Schock. Die Wühlmaus, der ich noch vor dem Urlaub die Chance eingeräumt hatte, sich jetzt langsam mal gepflegt zu verpissen, hatte die 14 Tage gut genutzt, um einiges Chaos anzurichten. Aufgrund des Zustands unserer Wiese gehe ich inzwischen von einer großen Mehrzahl aus. Aus dem grundlegend friedlichen und lieben Betreiber dieses Blogs wurde daraufhin ein zähnefletschender und wütend gestikulierender Nagerjäger. Bewaffnet mit einer Harke und diesen in Gift getränkten getrockneten Möhren, die ich noch vor dem Urlaub für ebendiesen Gau gekauft hatte, ging ich wie folgt vor:
Erdhaufen breit harken, Eingang/Loch suchen, ein paar Trockenmöhrenschnitzel aus dem Streuer einstreuen und ins Loch schieben. Stück für Stück. Als ich mit allen Haufen fertig war ( es dürften gut zwei Dutzend gewesen sein und nicht bei allen fand ich den Eingang), war der Giftmöhrenstreuer gut geleert. Wühlmaushaufen erkennt man übrigens daran, dass sie eher flach und breit sind, wohingegen Maulwurfshügel eher hoch und kompakt sind. So kann man ausschließen, das falsche Tier zu vergrämen (was wurde eigentlich aus dem Taubenvergrämer?). Bin gespannt, wie die Möhren nun wirken.
Nach den Haufen war der Pool dran, denn hier versuchte gerade zeitgleich eine kleine Algenplage moderat zum Zuge zu kommen. Also Pumpenreinigung, Filterreinigung, Schockchlorung und Algentötolin ins Wasser. Außerdem brauche ich dringend einen Mähroboter. Die bald fällige Steuerrückerstattung wird wohl hierfür fällig. Bis dahin muss ich selbst mähen. In den kommenden Tagen.
Im Urlaub hatten wir uns angewöhnt, spät zu frühstücken, das Mittagessen ausfallen zu lassen und stattdessen am frühen Abend warm zu essen. Diese Angewohnheit behielten wir uns am ersten Wochenende nach dem Urlaub bei. Da kam es uns sehr gelegen, dass uns unsere lieben, entfernteren Nachbarn fragten, ob wir bei ihnen das WM-Finale schauen wollen. Wollten wir, denn es sollte vorher auch Salate und Burger geben und geschaut hätten wir es wahrscheinlich eh … trotz der Farce, die diese Veranstaltung in weiten Teilen ist.
Es gab gemeine Fouls auf argentinischer Seite, die gewohnte offensive Schachbrettverteidigung von Spanien auf der anderen Seite. Das war so öde, wie WM-Finalspiele nun mal für gewöhnlich sind. An der Halbzeitshow hatten weder ich, noch die meisten Protagonisten Spaß, aber die Boomer, für die sie gemacht war, dürften sich zumindest nicht dran gestört haben. Dann hat Spanien (auch über das gesamte Turnier gesehen) mit seinem schlingenzuziehendem Boa Constrictor-Fußball doch noch absolut verdient gewonnen. Dann schob sich der asoziale Trottel mit der Orangenhaut noch kurz ins Bild. Dann war auch das vorbei und man konnte versuchen, vor dem ersten Arbeitstag noch ein paar Minuten Schlaf zu erhaschen…