Kommentare 0

So., 19. Juli 2026 – Pflege, Plage & eine Halbzeitshow

Die Wochenenden nach langen Urlauben gehören dem harten Wiederaufschlag im alltäglichen Leben. Wäscheberge wollen versetzt werden, das Hausumfeld ist zu reinigen und dem Garten gilt es einen kritischen Blick zuzuwerfen.
Letzteres war ein ziemlicher Schock. Die Wühlmaus, der ich noch vor dem Urlaub die Chance eingeräumt hatte, sich jetzt langsam mal gepflegt zu verpissen, hatte die 14 Tage gut genutzt, um einiges Chaos anzurichten. Aufgrund des Zustands unserer Wiese gehe ich inzwischen von einer großen Mehrzahl aus. Aus dem grundlegend friedlichen und lieben Betreiber dieses Blogs wurde daraufhin ein zähnefletschender und wütend gestikulierender Nagerjäger. Bewaffnet mit einer Harke und diesen in Gift getränkten getrockneten Möhren, die ich noch vor dem Urlaub für ebendiesen Gau gekauft hatte, ging ich wie folgt vor:

Erdhaufen breit harken, Eingang/Loch suchen, ein paar Trockenmöhrenschnitzel aus dem Streuer einstreuen und ins Loch schieben. Stück für Stück. Als ich mit allen Haufen fertig war ( es dürften gut zwei Dutzend gewesen sein und nicht bei allen fand ich den Eingang), war der Giftmöhrenstreuer gut geleert.
Wühlmaushaufen erkennt man übrigens daran, dass sie eher flach und breit sind, wohingegen Maulwurfshügel eher hoch und kompakt sind. So kann man ausschließen, das falsche Tier zu vergrämen (was wurde eigentlich aus dem Taubenvergrämer?). Bin gespannt, wie die Möhren nun wirken.

Nach den Haufen war der Pool dran, denn hier versuchte gerade zeitgleich eine kleine Algenplage moderat zum Zuge zu kommen. Also Pumpenreinigung, Filterreinigung, Schockchlorung und Algentötolin ins Wasser.
Außerdem brauche ich dringend einen Mähroboter. Die bald fällige Steuerrückerstattung wird wohl hierfür fällig. Bis dahin muss ich selbst mähen. In den kommenden Tagen.

Im Urlaub hatten wir uns angewöhnt, spät zu frühstücken, das Mittagessen ausfallen zu lassen und stattdessen am frühen Abend warm zu essen. Diese Angewohnheit behielten wir uns am ersten Wochenende nach dem Urlaub bei.
Da kam es uns sehr gelegen, dass uns unsere lieben, entfernteren Nachbarn fragten, ob wir bei ihnen das WM-Finale schauen wollen. Wollten wir, denn es sollte vorher auch Salate und Burger geben und geschaut hätten wir es wahrscheinlich eh … trotz der Farce, die diese Veranstaltung in weiten Teilen ist.

Es gab gemeine Fouls auf argentinischer Seite, die gewohnte offensive Schachbrettverteidigung von Spanien auf der anderen Seite. Das war so öde, wie WM-Finalspiele nun mal für gewöhnlich sind.
An der Halbzeitshow hatten weder ich, noch die meisten Protagonisten Spaß, aber die Boomer, für die sie gemacht war, dürften sich zumindest nicht dran gestört haben.
Dann hat Spanien (auch über das gesamte Turnier gesehen) mit seinem schlingenzuziehendem Boa Constrictor-Fußball doch noch absolut verdient gewonnen. Dann schob sich der asoziale Trottel mit der Orangenhaut noch kurz ins Bild. Dann war auch das vorbei und man konnte versuchen, vor dem ersten Arbeitstag noch ein paar Minuten Schlaf zu erhaschen…

Kommentar verfassen